Clairfried Hilde

Hilde Clairfried * 1894 Zürich (bisher nicht verifizierbar), †  13.2.1945 Dresden, während der Bombardierung.

Leben

Hilde Clairfried begann ihre Laufbahn als Tänzerin am Stadttheater Zürich und liess sich dann zur Sängerin ausbilden. Engagements 1911–20 und 1921–25 am Stadttheater Zürich (ab 1914 als Sängerin), 1925–27 am Landestheater Braunschweig, 1927–31 an den Vereinigten Stadttheatern Nürnberg-Fürth und 1932–44 an der Sächsischen Staatsoper Dresden.

Hilde Clairfried entwickelte sich von einer Tanzsoubrette zum lyrischen Koloratursopran mit Ausflügen ins jugendlich-dramatische Fach. Neben zahlreichen Aufgaben in Operetten war sie am Stadttheater Zürich zunehmend in grossen Opernpartien zu sehen. So sang sie unter anderem Zerline in Aubers „Fra Diavolo“, die Titelpartie in Lortzings „Undine“, Urbain in Meyerbeers „Les Huguenots“, Zerlina in Mozarts „Don Giovanni“ und Cherubino in dessen „Nozze di Figaro“, Anna Reich in Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“, Olympia in Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“, Agnes in Pfitzners „Der arme Heinrich“, Sophie in Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ und Oscar in Verdis „Un ballo in maschera“. Ausserdem war Clairfried beteiligt an den Uraufführungen von Othmar Schoecks „Don Ranudo“ (1919 als Leonore, musikalische Leitung: Robert F. Denzler) und „Venus“ (1922 als Lucile, musikalische Leitung: Schoeck) sowie an der Schweizer Erstaufführung von Wolf-Ferraris „Le donne curiose“ (1920 als Colombina, musikalische Leitung: Wolf-Ferrari). C. gehörte zu ihrer Zeit zu den beliebtesten Sängerinnen am Stadttheater Zürich.

Auszeichnungen

  • 1937 Ernennung zur Sächsischen Kammersängerin in Dresden.
Quelle: http://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Hilde_Clairfried

Die Luftangriffe auf Dresden und den Großraum der Stadt im Zweiten Weltkrieg fanden erstmals im Herbst 1944 statt und fanden ihren Höhepunkt in vier Angriffswellen der Royal Air Force (RAF) und United States Army Air Forces (USAAF) vom 13. bis 15. Februar 1945. Diese forderten zwischen 22.700 und 25.000 Todesopfer, zerstörten große Teile der Innenstadt und Teile der industriellen und militärischen Infrastruktur Dresdens. Sechsstellige Opferzahlen, die die NS-Propaganda in Umlauf brachte, wurden durch eine umfassende historisch-empirische Untersuchung widerlegt.

Quelle: Wikipedia