von Goth Rolf

Rolf von Goth (* 5. November 1906 in Windhuk/Deutschsüdwestafrika; † 9. November 1981 in Deutschland) war ein deutscher Schauspieler.

Leben

Er war der Sohn eines in Deutsch-Südwestafrika geborenen Schutztruppen-Offiziers, der die Kadettenanstalt besuchte und ursprünglich Berufsoffizier werden wollte. Mitte der 1920er Jahre spielte er seine ersten Bühnenrollen. Er begann seine Filmlaufbahn Ende der 1920er Jahre mit kleinen Rollen in Filmen wie „Metropolis“, „Don Juan in der Mädchenschule“ und „Frühlings Erwachen“. Seine Engagements wurden in den 1930er Jahren immer zahlreicher und er wurde zum beliebten Nebendarsteller. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören „Boykott“, „Zwischen Nacht und Morgen“, „Meisterdetektiv“, „Ein Mädchen mit Prokura“ und „Das Schloß in Flandern“.

Nach dem Krieg ging er nach Berlin und startete eine neue Karriere als Hörspielregisseur beim damaligen NWDR Berlin, aus dem später der SFB wurde. Dort wurde er für die Produktion von über zweihundert Hörspielen verantwortlich. Dazu gehörte zum Beispiel 1952 das Schauspiel „Die Liebe der vier Obersten“ von Peter Ustinov, in einer Funkbearbeitung von Thilo Koch. Zu den Sprechern gehörten damals Siegfried Schürenberg, Ernst Schröder, Walter Süssenguth und Ernst Konstantin. Nur selten war er auch für andere Funkhäuser tätig, wie 1964, wo er für den WDR den sechsteiligen Krimi „Glocken des Todes“ von Ernst Hall inszenierte. Zu den Hauptakteuren gehörten Hermann Lenschau, Alwin Joachim Meyer, Helmut Peine und Fritz Rasp.

Er war mit der Schauspielerin Karin Hardt verheiratet.

Rolf von Goth starb, nur wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag, am 9. November 1981 in Berlin. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Heerstraße im Bezirk Charlottenburg im heutigen Ortsteil Berlin-Westend (Grablage: II-Ur 3-219).

Die Roxy-Sportbar

„… wohl fühlte sich Max Schmeling an seinem Berliner Stammtisch, der sich nun in der „Roxy-Sportbar“ in der Joachimsthaler Straße befand. Zu den regelmäßigen Gästen zählten das Eishockey-Idol Gustav Jaenecke, Tennisspieler Gottfried von Cramm, Rennfahrer Rudolf Caracciola, der Regisseur Hans Zerlett und Schauspieler Hans Albers. Der Stammtisch zerbrach jäh im Herbst 1938, als an einem erhitzten Abend auch über die drohende Kriegsgefahr gesprochen worden war. Die Gestapo verhaftete tags darauf Wirtin Agnes Ditgens und Schauspieler Rolf von Goth. Einer aus dem Freundeskreis hatte sie denunziert.“

Die WELT „Von ewigen Freundschaften und einem bösen Denunzianten“ vom 12.02.2005 von Jessica Almond

Filmografie (Auswahl)

  • 1927: Metropolis
  • 1928: Vom Täter fehlt jede Spur
  • 1928: Don Juan in der Mädchenschule
  • 1929: Engel im Separee
  • 1929: Verirrte Jugend
  • 1929: Frühlings Erwachen
  • 1929: Vater und Sohn
  • 1930: Auf Leben und Tod
  • 1930: Der Nächste, bitte!
  • 1930: Der König von Paris
  • 1930: Va Banque (Film von Erich Waschneck)
  • 1930: 1000 Worte Deutsch
  • 1930: Mach’ mir die Welt zum Paradies
  • 1931: Schatten der Manege
  • 1931: Zwischen Nacht und Morgen
  • 1932: Fünf von der Jazzband
  • 1932: Es war einmal ein Walzer
  • 1932: Sehnsucht 202
  • 1933: Die blonde Christl
  • 1933: Ein Kuss in der Sommernacht
  • 1934: Bei der blonden Kathrein
  • 1936: Das Schloß in Flandern
  • 1938: Ballade
Quelle: Wikipedia
VERMISCHTES / NETZWERK

Er war mit der Schauspielerin Karin Hardt verheiratet.