Pointner Anton

Anton Josef Pointner (* 8. Dezember 1884 in Salzburg; † 8. September 1949 in Hintersee, Ramsau bei Berchtesgaden) war ein österreichischer Schauspieler.

Leben

Der Sohn der Köchin Adelheid Pointner erhielt sein erstes Engagement 1907 in Lahr. Zu seinen weiteren Theaterstationen gehörten Pilsen, Düsseldorf (1911) und Brünn. Danach wirkte er in Wien und ab 1920 in Berlin, zum Beispiel am Lessingtheater und am Staatstheater. Zu seinen Rollen gehörten die Titelfigur des „Hamlet“, Melchtal in „Wilhelm Tell“ und Prinz Karl-Heinz in „Alt-Heidelberg“.

Ab 1920 war er ein vielbeschäftigter Stummfilmdarsteller. Der athletische Schauspieler verkörperte in Nebenrollen kraftvolle, robuste Charaktere. 1930 ging er nach Hollywood und spielte in deutschen Fassungen amerikanischer Filme (z.B. in „Menschen hinter Gittern“, der deutschsprachigen Version von „The Big House“).

Zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland wurde Pointner weiterhin in zahlreichen Produktionen eingesetzt und stellte 1936 in dem Fridericus-Rex-Film „Fridericus“ Kaiser Franz I. dar.

Während eines Ausflugs nach Hintersee bei Berchtesgaden erlag Anton Pointner am 8. September 1949 einem Herzschlag. Sein Leichnam wurde am 12. September 1949 auf dem Salzburger Kommunalfriedhof bestattet.

Pointner heiratete 1923 in Berlin Viktoria Borchard.

Filmografie (Auswahl)

  • 1911: Halbwelt
  • 1917: Wenn die Liebe auf den Hund kommt
  • 1918: Der Märtyrer seines Herzens
  • 1921: Lady Hamilton
  • 1921: Die Liebschaften des Hektor Dalmore
  • 1923: Erdgeist
  • 1923: Nelly, die Braut ohne Mann
  • 1924: Thamar, das Kind der Berge
  • 1925: Der Flug um den Erdball
  • 1925: Der Trödler von Amsterdam
  • 1926: Als ich wiederkam
  • 1926: Im weißen Rößl
  • 1927: Kopf hoch, Charly!
  • 1927: Maria Stuart
  • 1927: Der alte Fritz
  • 1927: Funkzauber
  • 1927: Sensations-Prozeß
  • 1927: Arme kleine Sif
  • 1928: Liebe im Kuhstall
  • 1928: Das Karussell des Todes
  • 1928: Das brennende Herz
  • 1929: Durchs Brandenburger Tor
  • 1929: Der lustige Witwer
  • 1929: Die Halbwüchsigen
  • 1929: Geheimpolizisten
  • 1929: Spiel um den Mann
  • 1930: Der Tanz geht weiter
  • 1930: Die Maske fällt
  • 1930: Zwei Welten
  • 1930: Dämon des Meeres
  • 1930: Kismet
  • 1931: Liebeskommando
  • 1931: Menschen hinter Gittern
  • 1931: Der Raub der Mona Lisa
  • 1931: Weekend im Paradies
  • 1931: Stürme der Leidenschaft
  • 1931: Holzapfel weiß alles
  • 1932: Marschall Vorwärts
  • 1932: Das Geheimnis um Johann Orth
  • 1932: Frau Lehmanns Töchter
  • 1932: Trenck
  • 1932: Unmögliche Liebe
  • 1932: Ich bei Tag und Du bei Nacht
  • 1932: Gräfin Mariza
  • 1933: Ganovenehre
  • 1933: Der Choral von Leuthen
  • 1933: Der Läufer von Marathon
  • 1933: Sprung in den Abgrund
  • 1933: Saison in Kairo
  • 1933: Der Zarewitsch
  • 1934: Csibi, der Fratz
  • 1934: Fräulein Frau
  • 1934: Die englische Heirat
  • 1934: Freut Euch des Lebens
  • 1934: Die Töchter ihrer Exzellenz
  • 1935: Königswalzer
  • 1935: Liebeslied
  • 1936: Der Favorit der Kaiserin
  • 1936: Schatten der Vergangenheit
  • 1936: Hannerl und ihre Liebhaber
  • 1936: Lumpacivagabundus
  • 1936: Das Veilchen vom Potsdamer Platz
  • 1936: Fridericus
  • 1937: Der Unwiderstehliche
  • 1938: Liebesbriefe aus dem Engadin
  • 1938: Fünf Millionen suchen einen Erben
  • 1938: Rote Orchideen
  • 1939: Renate im Quartett
  • 1939: Nanette
  • 1939: Parkstraße 13
  • 1939: Das Ekel
  • 1939: Das jüngste Gericht
  • 1940: Der Postmeister
  • 1940: Die 3 Codonas
  • 1940: Meine Tochter lebt in Wien
  • 1941: … reitet für Deutschland
  • 1942: Einmal der liebe Hergott sein
  • 1942: Der große König
  • 1944: Die Schuld der Gabriele Rottweil
  • 1949: Verspieltes Leben
  • 1948: Maresi
  • 1949: Die seltsame Geschichte des Brandner Kaspar
Quelle: Wikipedia
MEDIEN
https://www.youtube.com/watch?v=mdD7EGsGJTc

„Der Raub der Mona Lisa“ ist eine musikalische Filmkomödie aus dem Jahre 1931.  Anton Pointner in der Rolle eines Reisenden.
Lexikon des internationalen Films: „Musikalische Komödie aus den Anfängen der Tonfilmzeit, mit leichter Hand und überzeugenden Darstellern amüsant inszeniert.“

„Der Postmeister“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1940. Der Film entstand sehr frei nach der Erzählung Der Postmeister (Originaltitel: Станционный смотритель / Stanzionny smotritel) von Alexander Puschkin. Anton Pointner als Kavalier an der Newa-Brücke.
„Der Film entstand 1939/1940 in Wien, unter anderem am Bahnhof Klein-Schwechat (heute Kaiserebersdorf). Die Uraufführung fand am 25. April 1940 statt. Nach dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion im Sommer 1941 kam der Film nicht mehr zur Aufführung in den Kinos, da er dem goebbelsschen Propagandaministerium ein zu sympathisches Bild der russischen Menschen zeigte, die jetzt als Feinde galten.“

Wikipedia