Breuer Siegfried

Siegfried Breuer (* 24. Juni 1906 in Wien; † 1. Februar 1954 in Weende bei Göttingen) war ein österreichischer Theater- und Filmschauspieler, der gelegentlich auch in Spielfilmen Regie führte und Drehbücher schrieb.

Leben

Sein Vater Hans Breuer (1868/1870–1929) war ein aus Köln stammender Opernsänger und Schauspieler in Wien. Siegfried Wagner war sein Taufpate. Breuer wurde an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien zum Schauspieler ausgebildet und hatte 1924 sein Bühnendebüt am Wiener Volkstheater neben Paula Wessely und Fritz Eckhardt (der zeitlebens ein guter Freund von ihm war). Er spielte die nächsten Jahre vor allem in Wien, Prag und am Deutschen Theater Berlin.

Zum Film kam er erst relativ spät und war bald auf elegante, aber charakterlose Verführer abonniert wie in „Der Postmeister“ (1940) oder „Romanze in Moll“ (1943) und bediente in antisemitischen Produktionen auch das Klischee des bösartigen Juden („Der Weg ins Freie“ 1940/41, „Venus vor Gericht“, 1941). Breuer wurde auf der Gottbegnadeten-Liste von Joseph Goebbels als wichtiger Schauspieler aufgeführt.

Nach 1945 führte er in drei Filmen selbst Regie und war weiterhin als Schauspieler im Kino und auf der Bühne zu sehen. Siegfried Breuer war sechsmal verheiratet, u.a. mit den Schauspielerinnen Maria Andergast, Eva-Maria Meineke und Lia Condrus. Seine Söhne Walter Breuer (Siegfried jr.) und Wolfgang Condrus wurden ebenfalls Schauspieler wie auch seine Enkel Jacques Breuer und Pascal Breuer.

Breuer erlag einem schweren Leberleiden, zu dem eine Lungenentzündung hinzutrat. Beigesetzt wurde er auf dem Stadtfriedhof in Göttingen.

Filmografie (Auswahl)

  • 1939: Eins zu Eins
  • 1939: Unsterblicher Walzer
  • 1939: Mutterliebe
  • 1939: Anton, der Letzte
  • 1939: Leinen aus Irland
  • 1939: Nanette
  • 1940: Der Postmeister
  • 1940: Wiener G’schichten
  • 1940: Operette
  • 1941: Der Weg ins Freie
  • 1941: Menschen im Sturm
  • 1941: Venus vor Gericht
  • 1942: Sommerliebe
  • 1942: Anuschka
  • 1943: Romanze in Moll
  • 1943: Gefährlicher Frühling
  • 1943: Gabriele Dambrone
  • 1944: Orient-Express
  • 1944: Melusine
  • 1945: Die tolle Susanne
  • 1945: Am Abend nach der Oper
  • 1945: Regimentsmusik
  • 1946: Die Fledermaus
  • 1947: Das unsterbliche Antlitz
  • 1948: Alles Lüge
  • 1948: Das andere Leben
  • 1948: Anni
  • 1948: Zyankali
  • 1948: Maresi
  • 1948: Fregola
  • 1949: Liebling der Welt
  • 1949: Philine
  • 1949: Der dritte Mann
  • 1949: Vagabunden
  • 1950: Prämien auf den Tod
  • 1950: Gabriela
  • 1950: Schuß durchs Fenster (auch als Regisseur)
  • 1950: Seitensprünge im Schnee (als Regisseur)
  • 1951: Schatten über Neapel
  • 1951: Durch Dick und Dünn
  • 1951: Eine Frau mit Herz
  • 1951: Johannes und die 13 Schönheitsköniginnen
  • 1951: In München steht ein Hofbräuhaus (Regie, Drehbuch)
  • 1952: Man lebt nur einmal
  • 1952: Der Fürst von Pappenheim
  • 1952: Wenn abends die Heide träumt
  • 1952: Wir tanzen auf dem Regenbogen
  • 1953: Das Dorf unterm Himmel (Drehbuch)
  • 1953: Der letzte Walzer
  • 1953: Der Vogelhändler
  • 1953: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein
  • 1953: Unter den Sternen von Capri
Quelle: Wikipedia
MEDIEN

„Der Postmeister“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1940. Der Film entstand sehr frei nach der Erzählung Der Postmeister (Originaltitel: Станционный смотритель / Stanzionny smotritel) von Alexander Puschkin. In den Hauptrollen Heinrich George, Hilde Krall und Siegfried Breuer.

Der Film entstand 1939/1940 in Wien, unter anderem am Bahnhof Klein-Schwechat (heute Kaiserebersdorf). Die Uraufführung fand am 25. April 1940 statt. Nach dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion im Sommer 1941 kam der Film nicht mehr zur Aufführung in den Kinos, da er dem goebbelsschen Propagandaministerium ein zu sympathisches Bild der russischen Menschen zeigte, die jetzt als Feinde galten.

Quelle: Wikipedia
VERMISCHTES / NETZWERK

Siegfried Breuer war sechsmal verheiratet, u.a. mit den Schauspielerinnen Maria Andergast, Eva-Maria Meineke und Lia Condrus.