Dohm Will

Will Dohm (* 8. April 1897 in Köln-Dellbrück als Wilhelm Dohm; † 28. November 1948 in München) war ein deutscher Schauspieler.

Leben

Seine Eltern waren der Postbeamte Wilhelm Dohm und dessen Ehefrau Wilhelmine, geborene Schaaf. Er wuchs in Wiehl auf und schloss 1914 das humanistische Gymnasium in Köln mit dem Notabitur ab.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges arbeitete Dohm zunächst als Bankangestellter in Köln und nahm zeitgleich privaten Schauspielunterricht beim damaligen Schauspieldirektor Georg Kiesau. Sein Debüt hatte er 1921 beim Stadttheater in Mühlhausen in Thüringen. Danach folgten Bühnenstationen in Aachen, Köln und Stuttgart. Schließlich wechselt er 1926 nach München zu den Kammerspielen.

Bis 1937 blieb Dohm an den Münchner Kammerspielen engagiert. Er spielte hier unter anderem Franz Moor in „Die Räuber“, Leguerche in Georg Kaisers „Oktobertag“ (1928, Regie: Otto Falckenberg) und Alexander in „Rauhnacht“ (1931). 1937 bis 1945 war er beim Staatstheater Berlin beschäftigt. Hier verkörperte er unter anderem 1937 Sosias in „Amphitryon“ (Regie: Lothar Müthel) und mit großem Erfolg 1941 Falstaff in „Die lustigen Weiber von Windsor“ (Regie: Gustaf Gründgens). Nach 1945 kehrte er wieder an die Münchner Kammerspiele zurück.

1928 gab Dohm sein Filmdebüt in zwei Inszenierungen Karl Grunes. 1932 spielte er im Tonfilm-Remake dieses Films „Kreuzer Emden“ neben jungen und ebenfalls noch unbekannten Kollegen wie O. E. Hasse und Helmut Käutner. Es folgten Rollen in Produktionen wie Curtis Bernhardts Sciencefiction-Film „Der Tunnel“, der Komödie „Allotria“ (neben Heinz Rühmann) und dem Drama „Tanz auf dem Vulkan“ (mit Gustaf Gründgens als Hauptdarsteller).

In den meisten seiner über 50 Filme verkörperte Dohm komische Charaktere, überzeichnete Sympathieträger und Bufforollen, so auch in seiner letzten Rolle als Theaterdirektor Michel Falke in Géza von Bolvárys Operettenadaption „Die Fledermaus“ (1946).

Daneben arbeitete er als Sprecher für den Hörfunk (u. a. Hans Sonnenstössers „Höllenfahrt“, RRG 1937) und die Filmsynchronisation, wobei er seine Stimme u. a. Lionel Barrymore (Lebenskünstler) und Oliver Hardy („Ritter ohne Furcht und Tadel“/ „Way Out West“, deutsche Fassung 1937) lieh.

Will Dohm war seit 1937 mit der Schauspielkollegin Heli Finkenzeller verheiratet, mit der er zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter, hatte. Die gemeinsame Tochter Gaby Dohm ist ebenfalls als Schauspielerin tätig. Nachdem er aus gesundheitlichen Gründen an der Filmkomödie „Der Apfel ist ab“ von Helmut Käutner nicht mitwirken konnte, starb Dohm am 28. November 1948 im Alter von nur 51 Jahren an einer schweren Herzerkrankung in München. Er wurde auf dem Waldfriedhof München beigesetzt.

Filmografie

  • 1928: Marquis d’Eon, der Spion der Pompadour
  • 1928: Waterloo
  • 1929: Spuren im Schnee
  • 1929: Bruder Bernhard
  • 1932: Peter Voss, der Millionendieb
  • 1932: Kreuzer Emden
  • 1933: Der Tunnel
  • 1934: Der Flüchtling aus Chicago
  • 1935: Barcarole
  • 1935: Der Gefangene des Königs
  • 1935: Die klugen Frauen (La kermesse héroïque)
  • 1936: Donogoo Tonka
  • 1936: Allotria
  • 1936: Maria, die Magd
  • 1936: Wenn wir alle Engel wären
  • 1936: Fridericus
  • 1937: Krach und Glück um Künnemann
  • 1937: Gefährliches Spiel
  • 1937: Versprich mir nichts!
  • 1937: Gabriele eins, zwei, drei
  • 1938: Das Mädchen mit dem guten Ruf
  • 1938: Tanz auf dem Vulkan
  • 1938: Nanu, Sie kennen Korff noch nicht?
  • 1938: Eine Frau fürs Leben (Das Leben kann so schön sein)
  • 1938: Liebesgeschichte (Preußische Liebesgeschichte, Uraufführung 1950)
  • 1939: Kennwort Machin
  • 1939: Opernball
  • 1939: Sommer, Sonne, Erika
  • 1939: Bel Ami
  • 1939: Morgen werde ich verhaftet
  • 1939: Wer küßt Madeleine?
  • 1939: Kennwort Machin
  • 1940: Kora Terry
  • 1940: Zwischen Hamburg und Haiti
  • 1941: Mein Leben für Irland
  • 1941: Frau Luna
  • 1941: Der Gasmann
  • 1941: Das andere Ich
  • 1942: Die Sache mit Styx
  • 1942: So ein Früchtchen
  • 1942: Alles aus Liebe (Uraufführung 1949)
  • 1943: Altes Herz wird wieder jung
  • 1943: Das Bad auf der Tenne
  • 1943: Fritze Bollmann wollte angeln
  • 1943: Reise in die Vergangenheit
  • 1943: Der weiße Traum
  • 1943: Großstadtmelodie
  • 1943: Ein Mann für meine Frau
  • 1943: Die Hochstaplerin
  • 1943: Die kluge Marianne
  • 1944: Das Lied der Nachtigall
  • 1944: Der Meisterdetektiv
  • 1944: Es lebe die Liebe
  • 1944: Es fing so harmlos an
  • 1945: Der Fall Molander
  • 1945: Das Mädchen Juanita (Frau über Bord)
  • 1945: Das Leben geht weiter
  • 1946: Die Fledermaus
Quelle: Wikipedia
MEDIEN

„Der Gasmann“ ist ein deutscher Spielfilm von Carl Froelich aus dem Jahr 1941. Die Komödie mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle basiert auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl, der auch das Drehbuch schrieb. Die Uraufführung fand am 1. August 1941 im Gloria-Palast in Berlin statt. Will Dohm in der Rolle des Schwagers Alfred.

„Der Gasmann“ ist der einzige Film, in dem Rühmann den Hitlergruß verwendet. Ansonsten vermied die nationalsozialistische Filmpolitik zumeist, dass Symbole des Nationalsozialismus – Uniformen, Grußformeln, Hakenkreuze – in Unterhaltungsfilmen vorkamen. Früh im Film hat Gaskassierer Knittel einen Konflikt mit einer zahlungsunwilligen Dame, die ihm mit ihren angeblich guten Kontakten zur NSDAP droht. Er verabschiedet sich ironisch mit „Na dann – Heil Hitler!“ An dieser Stelle jedoch scheint es, und zwar recht bald, wieder entfernt bzw. übersprochen worden zu sein, und er sagt nur: „Die hat’s nötig.“ Später (auf dem Finanzamt und am Ende der Hausdurchsuchung) ist es hingegen deutlich zu hören.

Quelle: Wikipedia
VERMISCHTES / NETZWERK

Will Dohm war seit 1937 mit der Schauspielkollegin Heli Finkenzeller verheiratet, mit der er zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter, hatte. Die gemeinsame Tochter Gaby Dohm ist ebenfalls als Schauspielerin tätig.