Eibenschütz Lia

Lia Eibenschütz, auch Lya Eibenschütz, (* 19. März 1899 in Wiesbaden; † 3. März 1985 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Sie hatte österreichisch-ungarische Vorfahren, studierte Musik und arbeitete als Pianistin. Während einer Konzerttournee wurde sie 1919 in Berlin als Schauspielerin entdeckt. Sie war in den zwanziger Jahren in zahlreichen Stummfilmen als verliebte junge Frau zu sehen, daneben stand sie im Fach der jugendlichen Salondame in Berlin auf der Bühne.

Verheiratet mit dem Schauspieler Kurt Vespermann, zog sie sich in den dreißiger Jahren immer mehr in das Privatleben zurück und widmete sich der Erziehung ihres Sohnes, des späteren Schauspielers Gerd Vespermann. Da sie als „Halbjüdin“ galt, wurde sie 1937 aus der Reichstheaterkammer ausgeschlossen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm sie einige kleine Rollen in bundesdeutschen Filmproduktionen und trat wieder in Berlin als Theaterschauspielerin auf, zum Beispiel am Renaissance-Theater. Gelegentlich war sie auch als Synchronsprecherin tätig, so in dem Film Leben und Sterben des Colonel Blimp.

Sie ist auf dem Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof in Berlin beerdigt.

Filmografie (Auswahl)

  • 1919: Der Tempel der Liebe
  • 1920: Die Legende von der heiligen Simplicia
  • 1920: Der Ochsenkrieg
  • 1921: Die große und die kleine Welt
  • 1921: Die Verschwörung zu Genua
  • 1921: Der Leidensweg der Inge Krafft
  • 1921: Pariserinnen
  • 1922: Marie Antoinette
  • 1922: Wenn die Maske fällt
  • 1922: Nathan der Weise
  • 1922: Es leuchtet meine Liebe
  • 1923: Der Kaufmann von Venedig
  • 1924: Horrido
  • 1924: Die Frau im Feuer
  • 1924: Wetterleuchten
  • 1924: Kaddisch
  • 1924: Schicksal
  • 1925: Luxusweibchen
  • 1925: Wallenstein
  • 1925: Die Dame aus Berlin
  • 1925: Finale der Liebe
  • 1925: Die große Gelegenheit
  • 1926: Der Sohn der Hagar
  • 1927: Die Apachen von Paris
  • 1928: Die Geliebte seiner Hoheit
  • 1928: Sechzehn Töchter und kein Papa
  • 1928: Flucht vor Blond
  • 1928: Der moderne Casanova
  • 1929: Die keusche Kokotte
  • 1930: Der Korvettenkapitän
  • 1932: Ein süßes Geheimnis
  • 1932: Kampf
  • 1951: Das Haus in Montevideo
  • 1955: Ein Herz bleibt allein / Mein Leopold
  • 1958: Der Greifer
  • 1960: Liebling der Götter
  • 1960: Schlagerraketen – Festival der Herzen
  • 1960: Sabine und die 100 Männer
  • 1965: Neues vom Hexer
  • 1965: Die Unverbesserlichen (Fernsehserie)
  • 1965: Die fünfte Kolonne (Fernsehserie) – Folge: Ein Mann namens Pavlow
  • 1966: Lange Beine – lange Finger
  • 1967: Der sanfte Lauf
  • 1969: Der Kidnapper
Quelle: Wikipedia
MEDIEN
https://www.youtube.com/watch?v=ILLVX6lNv34

„Die fünfte Kolonne · 13 Ein Mann namens Palov“ – 1965

Geheimnisumwitterter Tod des Journalisten Igor Pavlow, einem Experten für osteuropäische Probleme. Die Indizien deuten auf Selbstmord, da das fensterlose Badezimmer, in dem Pavlow mit aufgeschnittenen Pulsadern gefunden wurde, von innen verschlossen war, als Motiv vermutet die Polizei die Trennung von seiner Freundin Inge Haupt. Doch Inge und auch Walter Purrland, ein enger Freund und Kollege des Journalisten, glauben an einen geschickt verschleierten Mord. Purrland, der eine Presseagentur leitet, weiß von Igors früherer Tätigkeit in einer Untergrundorganisation und von seiner momentanen Arbeit an einem Tatsachenbericht zu diesem Thema. Wurde Pavlow aus dem Weg geräumt, weil er zuviel wusste oder Geheimnissen auf die Spur gekommen war?
Lia Eibenschütz als Frau Haupt.

VERMISCHTES / NETZWERK

Verheiratet mit dem Schauspieler Kurt Vespermann, zog sie sich in den dreißiger Jahren immer mehr in das Privatleben zurück und widmete sich der Erziehung ihres Sohnes, des späteren Schauspielers Gerd Vespermann. Da sie als „Halbjüdin“ galt, wurde sie 1937 aus der Reichstheaterkammer ausgeschlossen.