Holt Evelyn

Evelyn Holt (* 3. Oktober 1906 in Berlin als Edith Toni Elsbeth Wenckens; † 31. Januar 2001 in Los Angeles, USA) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Die Tochter des Journalisten Waldemar Sklarz und der Kontoristin Sophie Wenckens trug ab der Heirat ihrer Eltern 1907 den Familiennamen ihres Vaters. So begann sie ihre Filmkarriere unter dem Namen Edith Sklarz. Erst nachdem sie in dem Film „Briefe, die ihn nicht erreichten“ aufgefallen war und für die Titelrolle in „Die Waise von Lowood“ engagiert wurde, nahm sie den Künstlernamen Evelyn Holt an. Die attraktive junge Frau avancierte schnell zu Hauptrollen neben Gustav Fröhlich und Hans Albers. Nach Gesangsunterricht wurde sie 1931 als Soubrette an das Große Schauspielhaus in Berlin verpflichtet.

Die Machtübergabe an die Nationalsozialisten beendete jedoch ihre Filmkarriere nach sieben erfolgreichen Jahren, da sie als angebliche „Halbjüdin“ ein Berufsverbot beim Film erhielt. Sie hielt sich noch mit Engagements als Soubrette an der Komischen Oper in Berlin über Wasser. Als sie 1937 den jüdischen Verleger Felix Guggenheim (1904–1976) heiratete, war ihr auch das nicht mehr möglich. Im Jahr 1938 emigrierte das Paar zunächst in die Schweiz, um 1940 nach England überzusiedeln, später in die USA. Dort wurde Felix Guggenheim Exilverleger von Autoren wie Thomas Mann, Franz Werfel, Lion Feuchtwanger und Alfred Döblin.

Evelyn Holt blieb bis an ihr Lebensende in den USA und drehte nie wieder einen Film.

Filmografie (Auswahl)

  • 1925: Briefe, die ihn nicht erreichten; Regie: Friedrich Zelnik
  • 1926: Die Waise von Lowood
  • 1927: Liebelei
  • 1927: Die elf Teufel
  • 1928: Frauenarzt Dr. Schäfer
  • 1928: Der fesche Husar; Regie: Géza von Bolváry
  • 1928: Ein Mädel und drei Clowns
  • 1928: Freiwild; Regie: Holger Madsen
  • 1928: Der Mann mit dem Laubfrosch
  • 1929: Ehe in Not
  • 1930: Eine Stunde Glück; Regie: William Dieterle
  • 1930: Das Wolgamädchen; Regie: Robert Wohlmuth
  • 1930: Namensheirat; Regie: Heinz Paul
  • 1931: Das Ekel; Regie: Eugen Schüfftan und Franz Wenzler
  • 1932: Drei von der Stempelstelle
  • 1932: Kampf
Quelle: Wikipedia
MEDIEN

„Die elf Teufel“ ist ein deutscher Spielfilm von 1927 und einer der ersten „Fußballfilme“ im deutschen Kino.

„Auf einem spartanischen Vereinsgelände am Stadtrand trainiert der mittellose, aber engagierte Fußballklub „Linda“. Die „elf Teufel“ des Vereins – Arbeiter, Taxifahrer, Kellner, Lehrer – frönen nach Feierabend unter Führung ihres Spielertrainers, des Schweißers Tommy, dem Sport. Das Mädchen Linda (Evelyn Holt) ist die gute Seele des Vereins und Tommys Verlobte in spe.

Eines Tages erscheint unverhofft Mac Lawrence, Trainer des reichen Fußballklubs „International“, in Begleitung des verführerischen Vamps Vivian, einer „begeisterten Anhängerin des Sports und der Sportler“, und versucht Tommy als Spielführer abzuwerben. Tommy erliegt dem Lockruf des Geldes und den Reizen der verführerischen Vivian, verlässt seine „elf Teufel“ und seine geliebte Linda und unterschreibt einen gutdotierten Vertrag als Profi bei „International“. Dem ersten Rausch des sozialen Aufstiegs im wohlhabenden Fußballklub mit luxuriösem Vereinsheim und Cocktailpartys folgt rasch die Ernüchterung, als er erkennt, dass ihn Vivian aus reiner Berechnung, nämlich wegen des Klubwechsels, umgarnt hat. Als er dann noch erfährt, dass er mit „International“ im Rahmen einer Stadtmeisterschaft gegen seinen ehemaligen Verein antreten soll, gerät er in ernsthafte Gewissenskonflikte und muss sich entscheiden – für Geld, Luxus und Karriere oder aber für die Kameradschaft und Bodenständigkeit des Arbeiterklubs und für seine Braut Linda.“

Quelle: Wikipedia