KZ | Arbeits- oder Vernichtungslager
In den Arbeitslagern werden neben den politischen Gegner am Anfang der Nazi-Herrschaft vor allem Kabarettisten und Schriftsteller eingewiesen, die sich in der Weimarer Zeit permanent lustig über die Nationalsozialisten machten, misshandelt und gedemütigt – sofern man ihnen habhaft wurde. Viele können noch rechtzeitig nach Österreich flüchten. Doch spätestens nach dem Anschluss Österreichs werden viele Kabarettisten ins KZ inhaftiert und werden dort, sofern sie nicht durch prominente Fürsprache freikommen und ins Exil gehen können, schikaniert, gedemütigt, der körperlichen Brutalität der Willkür ausgesetzt und zum Teil ermordet
In Deutschland traf es 1933 zum Beispiel den Prominenten Carl von Ossietzky, Herausgeber der „Die Weltbühne“, eine Wochenzeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft. Nach dem Anschluss Österreichs ereilte den Schauspielern Paul Morgan und Fritz Grünbaum das gleiche Schicksal. Sie wurden ermordet durch Misshandlungen und starben entkräftet an „Lungentuberkulose“ oder „Lungenentzündung“.