Leiko Marija

Marija Leiko (auch bekannt als Marija Leyko oder Maria Leyko; * 14. August 1887 in Riga; † 3. Februar 1938 in Moskau) war eine lettische Theater- und Film-Schauspielerin.

Leben

Mit ihrem Lebensgefährten, dem Schauspieler und späteren Regisseur Johannes Guter und ihrer 1908 geborenen Tochter Nora floh sie 1909, da sie des Trotzkismus verdächtigt wurde, aus dem zaristischen Russland nach Westeuropa. In Wien erhielt sie ein Stipendium vom Burgtheater; ihr erstes Engagement als Schauspielerin trat sie 1911 am Neuen Theater in Frankfurt am Main an. Später spielte sie in Leipzig und wieder in Frankfurt. Seit 1917 lebte sie in Berlin und agierte an den Reinhardt-Bühnen. Gastspiele führten sie unter anderem nach München, wo sie in Heinrich Manns Theaterstück „Madame Legros“ zu sehen war. 1920 trat sie in ihrer Heimatstadt Riga auf. Zu ihren Theaterrollen gehörten die Titelfigur der Nora sowie die Ophelia in „Hamlet“.

Ihr Filmdebüt gab sie im Alter von dreißig Jahren in dem Krimi „Die Diamantenstiftung“ unter Guters Regie. Bekanntheit erlangte sie als Tänzerin und Hauptdarstellerin in den deutschen Filmen „Kain“ (1918), „Ewiger Strom“ (1919), „Die Frau im Käfig“ (1919) und vor allem Lola „Montez“ (1919). In den 1920er Jahren trat sie immer mehr in den Hintergrund. Mit dem Ende der Stummfilmära zog sie sich vom Film zurück und widmete sich dem Theater.

Nach der NS-Machtergreifung 1933 lebte Leiko wieder in Riga, wo 1934 ihr gemeinsam mit Austra Oziliņa verfasstes „Napoleon-Drama in 5 Aufzüge und einem Epilog“ Marija Vaļevska (Maria Walewska) im Verlag A. Gulbis erschien. Nach dem Tod ihrer Tochter im Jahr 1935 reiste Marija Leiko nach Tiflis, um ihre Enkeltochter zu sich zu holen. Auf dem Rückweg wurde sie in Moskau von Freunden überredet, für einige Spielzeiten am Moskauer lettischen Theater „Skatuve“ (Die Bühne) zu gastieren. Während des Großen Terrors wurde sie dort verhaftet und 1938 durch das NKWD erschossen; sie war der Zugehörigkeit zu einer konterrevolutionären nationalistischen lettischen faschistischen Organisation bezichtigt worden. 1957 erfolgte ihre Rehabilitation.

Filmografie

  • 1917: Die Diamantenstiftung
  • 1918: Das Frühlingslied
  • 1918: Kain (vier Teile)
  • 1918: Die Brüder von Zaarden
  • 1919: Lola Montez
  • 1919: Die Frau im Käfig
  • 1919: Freie Liebe
  • 1919: Satanas
  • 1919: Ewiger Strom
  • 1920: Die Kwannon von Okadera
  • 1921: Die rote Redoute
  • 1921: Brandherd
  • 1921: Am Webstuhl der Zeit
  • 1921: Das Opfer der Ellen Larsen
  • 1921: Die Furcht vor dem Weibe
  • 1921: Die Frau von morgen
  • 1921: Die Ratten
  • 1921: Kinder der Finsternis (2 Teile)
  • 1922: Versunkene Welten
  • 1922: Die Schneiderkomtess
  • 1923: Der Schatz der Gesine Jakobsen
  • 1923: Der Frauenkönig
  • 1924: Dr. Wislizenus
  • 1925: Aufstieg der kleinen Lilian
  • 1928: Die Rothausgasse
  • 1928: Die Räuberbande
  • 1928: Am Rüdesheimer Schloss steht eine Linde
Quelle: Wikipedia
MEDIEN

Der Große Terror / Große Säuberung in der Sowjetunion

„Fünf, vier, drei, zwei: Auf dem Originalbild von 1926 ist Stalin mit seinen Weggefährten abgebildet, v.l.n.r.: Nikolaj Antipow, Josef Stalin, Sergej Kirow, Nikolai Schwernik und Nikolai Komarow. Nach und nach entzieht ihnen Stalin seine Gunst, Antipow und Komarow fallen 1937 bzw. 1938 dem Großen Terror zum Opfer. Das Bild wird parallel dazu beschnitten und retuschiert. Am Ende steht Stalin nur noch mit seinem Günstling Kirow da, der 1934 unter ungeklärten Umständen von einem Attentäter erschossen wurde.“
Quelle: www.dekoder.org

 

Der Große Terror – auch als Große Säuberung oder Jeschowschtschina bezeichnet – war eine von Herbst 1936 bis Ende 1938 dauernde umfangreiche Verfolgungskampagne in der Sowjetunion. Die Durchführung dieser von Josef Stalin veranlassten und vom Politbüro gebilligten Terrorkampagne lag bei den Organen des Innenministeriums der UdSSR (NKWD) unter Leitung von Nikolai Jeschow. Der Terror richtete sich vor allem gegen mutmaßliche Gegner der stalinistischen Herrschaft und als unzuverlässig angesehene „Elemente“ oder Gruppen.

Als Zeit des Großen Terrors im engeren Sinn werden die Monate von Juli 1937 bis Mitte November 1938 verstanden. Allein in diesem Zeitraum kam es zur Verhaftung von etwa 1,5 Millionen Menschen, von denen etwa die Hälfte erschossen, die anderen, bis auf wenige Ausnahmen, in die Lager des Gulags gebracht oder in Gefängnissen inhaftiert wurden. Die für den Terror Verantwortlichen inszenierten anfangs eine Serie von Schauprozessen, zu deren bekanntesten die Moskauer Prozesse gehören; vorrangig gegen Angehörige der Eliten in Politik, Militär, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur.

Quelle: Wikipedia

Simplicissimus – München, 19. November 1919 – Die Filmdiva(s)

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