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Maurus Gerda

Gerda Maurus (eigentlich Gertrud Maria Pfiel; * 25. August 1903 in Breitenfurt, Niederösterreich; † 31. Juli 1968 in Düsseldorf) war eine österreichische Schauspielerin, die durch ihre Auftritte in Stummfilmen zum Star wurde.

Leben

Gerda Maurus, von kroatischer Abstammung (der Vater war Ingenieur und Erfinder), wuchs in Wien auf. Bereits 1918 im Alter von 15 Jahren erhielt sie erste Engagements an Wiener Bühnen. Als Bühnenschauspielerin agierte sie in München am Volkstheater und in Nürnberg und Ende der 1920er Jahre auch in Berlin am Deutschen Theater.

In Berlin wurde Gerda Maurus vom Regisseur Fritz Lang entdeckt, der sie für die weibliche Hauptrolle in seinem Film „Spione“ (1928) auserkor. Sie faszinierte ihn derart, dass er die Verbindung mit seiner Partnerin und Ehefrau Thea von Harbou, die auch einige seiner Drehbücher schrieb, löste. Der Film „Spione“ bedeutete den Durchbruch für Gerda Maurus. Auch im zweiten Film mit Fritz Lang, „Frau im Mond“ (1929), an der Seite von Willy Fritsch war sie erfolgreich.

Gerda Maurus spielte anschließend noch in etwa 20 Tonfilmen mit, unter anderem in „Der Dschungel ruft“ (1935), doch die ganz großen Erfolge blieben aus. Sie konzentrierte sich mehr auf die Bühnenarbeit und spielte in Berlin, Wien, München und Düsseldorf. 1937 heiratete Gerda Maurus den Regisseur Robert A. Stemmle, deren gemeinsame Tochter Philine 1943 auf die Welt kam. Während der Naziherrschaft hatte die Schauspielerin Kontakt zu Joseph Goebbels und wurde des Öfteren in seinem Salon gesehen.

Nach 1945 spielte Gerda Maurus noch in drei westdeutschen Filmproduktionen mit. Darunter „Die kleine Stadt will schlafen gehn“ (1953) und zwei Fernsehproduktionen, doch an ihre früheren Erfolge konnte sie nicht mehr anknüpfen.

Wissenswertes

  • Gerda Maurus gehörte zu den begehrten Zigarettensammelbildern der Serie Gallery of Modern Beauty des Fabrikanten Josef Garbáty.
  • Das Filmmuseum Potsdam wählte den eindringlichen Blick von Gerda Maurus‘ Augen als Motiv eines seiner Logos.

Filmografie (Auswahl)

  • 1928: Spione
  • 1929: Frau im Mond
  • 1929: Hochverrat
  • 1930: Der Schuß im Tonfilmatelier
  • 1930: Seitensprünge
  • 1931: Schachmatt
  • 1931: Der Draufgänger
  • 1932: Der weiße Dämon
  • 1933: Unsichtbare Gegner
  • 1934: Der Doppelgänger
  • 1934: Ein Mädchen mit Prokura
  • 1936: Der Dschungel ruft
  • 1936: Arzt aus Leidenschaft
  • 1937: Daphne und der Diplomat
  • 1939: Grenzfeuer
  • 1939: Prinzessin Sissy
  • 1949: Die Freunde meiner Frau
  • 1954: Die kleine Stadt will schlafen gehn
  • 1962: Vor Sonnenuntergang (TV)

Hörspiele

  • 1947: Erich Kästner: Ringelspiel 1947 – Regie: Hanns Korngiebel (RIAS Berlin)
Quelle: Wikipedia
MEDIEN
https://www.youtube.com/watch?v=20jDARGQbUc

„Frau im Mond“ ist ein 1928/29 nach der gleichnamigen Romanvorlage von Thea von Harbou gedrehter Science-Fiction-Stummfilm von Fritz Lang. Er ist einer der letzten deutschen Stummfilme mit Willy Fritsch und Gerda Maurus in den Hauptrollen.

Da zur Zeit der Fertigstellung des Werks der Tonfilm schon begonnen hatte, den Stummfilm rasch zu verdrängen, wünschten die Vertreter der Verleiherin UFA, dass Lang es nachträglich um Toneffekte ergänzt. Dieser wehrte sich aus künstlerischen Überlegungen heftig gegen das Ansinnen, was zum vollständigen Zerwürfnis in der ohnehin schon abgekühlten Beziehung zur UFA führte.

Quelle: Wikipedia
https://www.youtube.com/watch?v=HFDdKlAqk80

Spione – Fritz Lang (1928)

„Vier junge Detektive“ (1949) – Originaltitel: „Die Freunde meiner Frau“ ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahre 1949 von Hans Deppe. Die Hauptrollen spielen Sonja Ziemann, Carl-Heinz Schroth und Gerda Maurus.