Pohl Klaus

Klaus Pohl (* 1. November 1883 in Wien; † 28. November 1958 in Garsten) war ein österreichischer Schauspieler.

Leben

Der Sohn eines Kaufmanns besuchte das Realgymnasium und machte seine Matura. Er studierte in Wien zuerst an der Technischen Hochschule, anschließend Malerei an der Kunstakademie.

1907 entschied er sich für die Schauspielerei, ab 1908 stand er auf der Bühne und trat 1909 sein erstes Engagement am Stadttheater von Landshut an, wo er zugleich als Sekretär fungierte. Danach kam er unter anderem in München, Salzburg und Berlin zum Einsatz, gelegentlich auch als Theaterregisseur. In Berlin war Pohl unter anderem am Berliner Theater und am Deutschen Theater zu sehen.

Nachdem er bereits in zahlreichen Stummfilmen aufgetreten war, wurde er noch mehr im Tonfilm seit Beginn der 1930er Jahre als Nebendarsteller beschäftigt. Der eher schmächtige und unauffällige Schauspieler verkörperte im deutschen Film dieser Zeit Randfiguren aller Art wie den Briefträger in „Auf Wiedersehn, Franziska“, Buchhändler in „Achtung! Feind hört mit!“ und einen Gnom in „Die drei Codonas“. Seine zweifellos bedeutendste Filmrolle spielte er 1929 als Raketenkonstrukteur Prof. Manfeldt in Fritz Langs Zukunftsdrama „Frau im Mond“.

Filmografie

  • 1922: Hanneles Himmelfahrt
  • 1928: Vom Täter fehlt jede Spur
  • 1929: Frau im Mond
  • 1930: 1000 Worte Deutsch
  • 1930: Ein Burschenlied aus Heidelberg
  • 1931: Der falsche Ehemann
  • 1931: Die Faschingsfee
  • 1931: M
  • 1931: Der Zinker
  • 1931: Kaiserliebchen
  • 1932: Das Abenteuer der Thea Roland
  • 1932: An heiligen Wassern
  • 1932: Das erste Recht des Kindes
  • 1932: Ein toller Einfall
  • 1932: Der weiße Dämon
  • 1933: Die Fahrt ins Grüne
  • 1933: Das häßliche Mädchen
  • 1933: Johannisnacht
  • 1933: Das Testament des Dr. Mabuse
  • 1933: Du sollst nicht begehren …
  • 1933: Elisabeth und der Narr
  • 1934: Der ewige Traum
  • 1934: Der Herr der Welt
  • 1934: Herr Kobin geht auf Abenteuer
  • 1934: La Paloma
  • 1934: Die Liebe und die erste Eisenbahn
  • 1934: Liebe, Tod und Teufel
  • 1934: Musik im Blut
  • 1934: Ein Kind, ein Hund, ein Vagabund
  • 1934: Hanneles Himmelfahrt
  • 1934: Ich heirate meine Frau
  • 1934: Der junge Baron Neuhaus
  • 1935: Das Einmaleins der Liebe
  • 1935: Das Mädchen Johanna
  • 1935: Künstlerliebe
  • 1935: Mach‘ mich glücklich
  • 1935: Das Mädchen vom Moorhof
  • 1935: Schwarze Rosen
  • 1935: Stradivari
  • 1935: Die törichte Jungfrau
  • 1935: Der Zigeunerbaron
  • 1935: Königstiger
  • 1935: Liebesleute
  • 1935: Der Ammenkönig
  • 1936: Boccaccio
  • 1936: Donner, Blitz und Sonnenschein
  • 1936: Die lange Grete
  • 1936: Die Leute mit dem Sonnenstich
  • 1936: Die lustigen Weiber
  • 1936: Ein Mädel vom Ballett
  • 1936: 90 Minuten Aufenthalt
  • 1936: Onkel Bräsig
  • 1936: Potpourri
  • 1936: Vier Mädel und ein Mann
  • 1936: Familienparade
  • 1936: Geheimnis eines alten Hauses
  • 1936: Der schüchterne Casanova
  • 1937: Der Hund von Baskerville
  • 1937: Brillanten
  • 1937: Die Erbschleicher
  • 1937: Die ganz großen Torheiten
  • 1937: Der Lachdoktor
  • 1937: Togger
  • 1937: Die Umwege des schönen Karl
  • 1937: Der Unwiderstehliche
  • 1937: Zu neuen Ufern
  • 1937: Madame Bovary
  • 1937: Ein Volksfeind
  • 1937: Starke Herzen
  • 1938: Die fromme Lüge
  • 1938: Frühlingsluft
  • 1938: Großalarm
  • 1938: Das indische Grabmal
  • 1938: Es leuchten die Sterne
  • 1938: Die kleine und die große Liebe
  • 1938: Nanon
  • 1938: Skandal um den Hahn
  • 1938: Der unmögliche Herr Pitt
  • 1938: Urlaub auf Ehrenwort
  • 1938: Zwei Frauen
  • 1939: Alarm auf Station III
  • 1939: Die fremde Frau
  • 1939: Das Gewehr über
  • 1939: Der Gouverneur
  • 1939: Kennwort Machin
  • 1939: Menschen vom Varieté
  • 1939: Männer müssen so sein
  • 1939: Renate im Quartett
  • 1939: Robert Koch, der Bekämpfer des Todes
  • 1939: Weißer Flieder
  • 1939: Zwölf Minuten nach zwölf
  • 1939: Die Geliebte
  • 1939: Maria Ilona
  • 1939: Wir tanzen um die Welt
  • 1939: Rote Mühle
  • 1939: Sensationsprozeß Casilla
  • 1940: Achtung! Feind hört mit!
  • 1940: Bismarck
  • 1940: Die 3 Codonas
  • 1940: Falschmünzer
  • 1940: Der Feuerteufel
  • 1940: Das Fräulein von Barnhelm
  • 1940: Der Herr im Haus
  • 1940: Kleider machen Leute
  • 1940: Die lustigen Vagabunden
  • 1940: Mädchen im Vorzimmer
  • 1940: Operette
  • 1940: Ritorno
  • 1940: Die Rothschilds
  • 1940: Tip auf Amalia
  • 1940: Angelika
  • 1940: Der Kleinstadtpoet
  • 1940: Kora Terry
  • 1940: Traummusik
  • 1941: Am Abend auf der Heide
  • 1941: … reitet für Deutschland
  • 1941: Auf Wiedersehn, Franziska
  • 1941: Blutsbrüderschaft
  • 1941: Clarissa
  • 1941: Frau Luna
  • 1941: Leichte Muse
  • 1941: Das leichte Mädchen
  • 1941: Der Meineidbauer
  • 1941: Sechs Tage Heimaturlaub
  • 1941: Tanz mit dem Kaiser
  • 1942: Andreas Schlüter
  • 1942: Anuschka
  • 1942: Diesel
  • 1942: Fronttheater
  • 1942: Geliebte Welt
  • 1942: Himmelhunde
  • 1942: Mit den Augen einer Frau
  • 1942: Der Strom
  • 1942: Viel Lärm um Nixi
  • 1942: Vom Schicksal verweht
  • 1942: Wir machen Musik
  • 1943: Altes Herz wird wieder jung
  • 1943: Fritze Bollmann wollte angeln
  • 1943: Die goldene Spinne
  • 1943: Karneval der Liebe
  • 1943: Kohlhiesels Töchter
  • 1943: Lache Bajazzo
  • 1943: Liebe, Leidenschaft und Leid
  • 1943: Nora
  • 1943: Paracelsus
  • 1943: Reise in die Vergangenheit
  • 1943: Romanze in Moll
  • 1943: Ein Walzer mit dir
  • 1943: Zirkus Renz
  • 1944: Aufruhr der Herzen
  • 1944: Das war mein Leben
  • 1944: Die heimlichen Bräute
  • 1944: Das Hochzeitshotel
  • 1944: Liebesbriefe
  • 1944: Moselfahrt mit Monika
  • 1944: Musik in Salzburg
  • 1944: Ein schöner Tag
  • 1944: Melusine
  • 1944: Der Mann, dem man den Namen stahl
  • 1944: Spiel mit der Liebe
  • 1944: Um neun kommt Harald
  • 1944: Ich hab’ von dir geträumt
  • 1945: Am Abend nach der Oper
  • 1945: Unter den Brücken
  • 1945: Via Mala
  • 1950: Die Kreuzlschreiber
  • 1951: Herzen im Sturm
  • 1952: Im weißen Rößl
  • 1953: Der unsterbliche Lump
  • 1954: Feuerwerk
  • 1954: Das sündige Dorf
  • 1954: Wenn ich einmal der Herrgott wär
  • 1955: 08/15 Zweiter Teil
  • 1955: Das Lied von Kaprun
  • 1955: Der Major und die Stiere
Quelle: Wikipedia
MEDIEN
https://www.youtube.com/watch?v=lZiU9Gc-kWk

„Frau im Mond“ ist ein 1928/29 nach der gleichnamigen Romanvorlage von Thea von Harbou gedrehter Science-Fiction-Stummfilm von Fritz Lang. Er ist einer der letzten deutschen Stummfilme. Klaus Pohl in der Rolle des Professor Georg Manfeldt.

„Da zur Zeit der Fertigstellung des Werks der Tonfilm schon begonnen hatte, den Stummfilm rasch zu verdrängen, wünschten die Vertreter der Verleiherin UFA, dass Lang es nachträglich um Toneffekte ergänzt. Dieser wehrte sich aus künstlerischen Überlegungen heftig gegen das Ansinnen, was zum vollständigen Zerwürfnis in der ohnehin schon abgekühlten Beziehung zur UFA führte. Kommerziell war „Die Frau im Mond“ eher enttäuschend, ging aber als einer der letzten großen Stummfilme in die deutsche Filmgeschichte ein.“

Wikipedia
https://www.youtube.com/watch?v=_0C2Te59egQ

„M“ von Fritz Lang mit Peter Lorre in der Hauptrolle ist eine der ersten deutschen Tonfilmproduktionen. Die Cahiers du cinéma listeten „M“ im Jahr 2008 in ihrer Liste der 100 besten Filme aller Zeiten auf dem sechsten Platz, die beste Platzierung für eine deutsche Filmproduktion.

Der Kriminalfilm handelt von einem Kindermörder, der in einer Großstadt sein Unwesen treibt. Die Morde führen zu Angst bei Eltern und zu Misstrauen unter den Einwohnern. Den organisierten Kriminellen missfällt, dass die Polizei ihre Wachsamkeit erhöht hat. Darum jagt nicht nur die Polizei, sondern auch die Unterwelt den Mörder. Der Film enthält außer der Kriminalgeschichte auch komische Szenen sowie eine Diskussion zum Umgang mit Schwerverbrechern. Klaus Pohl in der Rolle des Zeugen.

https://www.youtube.com/watch?v=91Mzz8neILs

„Das Testament des Dr. Mabuse“ ist ein deutscher Kriminalfilm von Fritz Lang, der 1932/1933 gedreht wurde. Das Drehbuch basiert auf einem Roman von Norbert Jacques, der 1932 auf Aufforderung Langs geschrieben, aber zunächst nicht veröffentlicht wurde. Der Film gilt als einer der großen Klassiker des Weltkinos zwischen den zwei Weltkriegen. Er entstand gleichzeitig in einer deutschen und französischen Fassung. Beide Versionen wurden von den Nationalsozialisten wegen der politisch brisanten Anspielungen umgehend verboten. Klaus Pohl in der Rolle des Assistenten Müller.