Witthauer Charlotte

Charlotte Witthauer (* 18. Juli 1908 in Breslau; † 6. Mai 1980 in Tutzing) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Nach ihrer Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule des Deutschen Theaters Berlin gab Charlotte Witthauer 1932 ihr Bühnendebüt am Stadttheater Oberhausen, wo sie auch ihr erstes festes Engagement erhielt. Es folgten Bühnenstationen am Stadttheater Rostock sowie am Landestheater Braunschweig. Von 1936 bis 1944 gehörte sie zum Ensemble des Berliner Staatstheaters. Nach Kriegsende folgten Engagements in Hamburg (Deutsches Schauspielhaus) und München (Kleine Komödie).

1931 gab Charlotte Witthauer im Drama „Mädchen in Uniform“ ihr Spielfilmdebüt. In den folgenden Jahren spielte sie meist Nebenrollen in bekannten Produktionen wie „Feuerwerk“ (neben Lilli Palmer). Zweimal verkörperte sie die Frau des Gymnasiumdirektors „Dr. Taft“ (Theo Lingen) in der Filmserie „Die Lümmel von der ersten Bank“.

Darüber hinaus arbeitete sie umfangreich als Sprecherin beim Hörfunk sowie seit den vierziger Jahren als Synchronsprecherin. Schon im Jahre 1934 konnte man sie neben Gustaf Gründgens, Theo Lingen und Lola Müthel in Hans Sonnenstössers „Höllenfahrt“ erleben. 1949 war sie neben Heinz Rühmann, Elfriede Kuzmany und Grethe Weiser in der Komödie „Du kannst mir viel erzählen“ im Einsatz. In Thornton Wilders „Wir sind noch einmal davongekommen“ war sie 1965 in einer Produktion des WDR und zwei Jahre später in einer Fassung des RIAS zu hören. In beiden Hörspielen waren Hans-Christian Blech, Elfriede Irrall und Almut Eggert Ihre Partner.

Charlotte Witthauer war mit dem Schauspieler Hans Quest von 1940 bis 1968 verheiratet. Aus dieser Ehe stammen die beiden Söhne Christoph (1940–2020, Schauspieler) und Thomas Quest (* 1945, Firmeninhaber). Sie ist auf dem Starnberger Friedhof beerdigt.

Filmografie (Auswahl)

  • 1931: Mädchen in Uniform
  • 1938: Du und ich
  • 1938: Lauter Lügen
  • 1939: Die Geliebte
  • 1940: Die gute Sieben
  • 1941: Pedro soll hängen
  • 1943: Großstadtmelodie
  • 1944: Liebesbriefe
  • 1944: Eine Frau für drei Tage
  • 1948: Schuld allein ist der Wein
  • 1949: Diese Nacht vergess ich nie!
  • 1950: Liebe auf Eis
  • 1953: Muß man sich gleich scheiden lassen?
  • 1954: Feuerwerk
  • 1955: Der letzte Mann
  • 1957: Das Mädchen ohne Pyjama
  • 1961: Was macht Papa denn in Italien?
  • 1962: Der Rosenstock
  • 1963: Der Maulkorb
  • 1963: Sessel am Kamin
  • 1965: Der wahre Jakob
  • 1965: Die Tochter des Brunnenmachers
  • 1968: Der Tod des Handlungsreisenden
  • 1969: Toter Herr im Regen (Serie Der Kommissar)
  • 1971: Morgen fällt die Schule aus
  • 1971: Die Weber
  • 1972: Betragen ungenügend!
  • 1973: Sommerpension (Serie Der Kommissar)
  • 1975: Die Kusine (Serie Der Kommissar)
  • 1977: Endstation Paradies
  • 1979: 1+1=3
Quelle: Wikipedia
MEDIEN
https://www.youtube.com/watch?v=0s0WWmx3J0U

„Mädchen in Uniform“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1931 nach dem Schauspiel Ritter Nérestan (1930, Alternativtitel „Gestern und heute“, 1931) von Christa Winsloe. Er gilt als der erste Film der Geschichte, der lesbische Liebe thematisiert. Charlotte Witthauer in der Rolle der Ilse von Treischke.

„Bei der erstmaligen Zensurvorlage bei der Filmprüfstelle am 1. Oktober 1931 erhielt der Film (2682-m-Version) Jugendverbot. Diese Entscheidung wurde am 8. April 1932 auch für eine auf 2480 m gekürzte Fassung bestätigt.

Der Film wurde international herausgebracht und war sehr erfolgreich, vor allem in Japan und den USA, aber auch in Frankreich, Großbritannien und Mexiko. Bis Anfang 1934 spielte er 6 Millionen Reichsmark ein. Die Produktionskosten hatten nur 55.000 RM betragen. Die 23-jährige Hertha Thiele wurde durch diesen Filmauftritt kurzzeitig zum Star. b bekam aufgrund ihrer intensiven Darstellung einen Vertrag mit der US-Produktionsfirma Paramount und drehte zwei Filme, die allerdings wenig erfolgreich waren.“

Quelle: Wikipedia